Island im September - Wetter, Nordlichter und beste Routen

Klimatabelle Island: September zeigt moderate Temperaturen und Regentage. Ideal für eine Reise.

Geschrieben von

Boris Seifert

Veröffentlicht am

11. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

Der September gehört auf Island zu den interessantesten Reisemonaten, weil sich der Sommer nicht abrupt verabschiedet, sondern langsam in einen kühleren, windigeren Herbst übergeht. Genau dieser Übergang macht die Reise spannend: Es gibt noch viel Tageslicht, die Landschaft wirkt oft besonders klar, und gleichzeitig wird die Chance auf Nordlichter erstmals realistisch. Wer das Wetter richtig einordnet, plant entspannter, packt sinnvoller und vermeidet die typischen Fehler bei Kleidung, Route und Tagesprogramm.

Die wichtigsten Fakten für eine Reise im September

  • In Reykjavík liegen die Durchschnittswerte im September bei rund 8,5 °C, mit Tageshöchstwerten um 11 bis 12 °C.
  • Regen ist normal, und der Wind sorgt oft dafür, dass es sich deutlich kälter anfühlt als die Zahlen vermuten lassen.
  • Zu Monatsbeginn gibt es in Reykjavík noch 14 Stunden und 33 Minuten Tageslicht; um die Tagundnachtgleiche herum kippt das Verhältnis spürbar.
  • Gegen Monatsende steigen die Chancen auf Nordlichter, sofern Himmel und Wolkenlage mitspielen.
  • Für die meisten Routen sind Süd- und Westisland im September die sicherere Wahl als die Highlands.
  • Zwiebellook, Regenjacke und feste Schuhe sind keine Empfehlung für den Fall der Fälle, sondern Pflicht.

So wirkt der Monat vor Ort

Ich würde den September auf Island als einen Übergangsmonat mit Charakter beschreiben. Er ist nicht mehr sommerlich stabil, aber auch noch nicht winterlich hart. Genau das macht die Reiseplanung manchmal schwierig, denn das Wetter kann an einem Tag freundlich, am nächsten nass und windig sein, ohne dass das ungewöhnlich wäre.

Für Reisende heißt das vor allem: Nicht auf ein einziges Wetterbild verlassen. Morgens kann es klar und frisch sein, mittags zieht Wind auf, und am Abend wird die Luft schnell deutlich kühler. Windchill spielt dabei eine große Rolle, also die gefühlte Kälte durch Wind, die oft wichtiger ist als die reine Lufttemperatur. Wer Island im September realistisch einschätzen will, muss deshalb mehr beachten als nur die Gradzahl auf dem Thermometer. Genau diese Zahlen schauen wir uns jetzt genauer an.

Temperaturen, Regen und Wind im Überblick

Die typischen Werte zeigen ziemlich gut, warum September auf Island zwar angenehm, aber nie bequem im touristischen Standard-Sinn ist. In Reykjavík liegt die durchschnittliche Temperatur im September bei rund 8,5 °C, die Tageshöchstwerte bei etwa 11,4 °C und die nächtlichen Tiefstwerte bei ungefähr 6,2 °C. Dazu kommen im Schnitt etwa 87 mm Regen im Monat und rund 15 Regentage. Das ist nicht dramatisch, aber eben auch nicht trocken.

Region Typische Temperatur Regenbild Praktische Einordnung
Reykjavík und Südwesten Ø 8,5 °C, meist 11 bis 12 °C am Tag Etwa 87 mm, verteilt auf viele Tage Wechselhaft, aber für Rundreisen oft der entspannteste Einstieg
Akureyri und der Norden Ø 8 °C, Tageshöchstwerte um 11,8 °C, Tiefstwerte um 5,4 °C Im Schnitt eher trockener, etwa 53 mm Etwas ruhiger und oft trockener, dafür nachts früher und kühler
Offene Küsten und Westfjorde Stark schwankend, mit raschen Einbrüchen durch Wind Je nach Lage sehr unterschiedlich Mehr Wetterwechsel, mehr Puffer, mehr Flexibilität nötig

Wichtiger als der Durchschnitt ist oft die Spanne. In Reykjavík wurden im September schon Werte über 20 °C gemessen, gleichzeitig aber auch deutliche Minusgrade. Das klingt extrem, ist aber genau der Punkt: September auf Island ist keine lineare Wettergeschichte, sondern ein Monat mit großen Ausschlägen. Wer das versteht, packt automatisch smarter und plant nicht mit zu engen Erwartungen. Und sobald die Temperaturfrage klarer ist, wird das Tageslicht zum nächsten entscheidenden Faktor.

Tageslicht, Dämmerung und Nordlichter

Für viele ist das Licht im September fast wichtiger als die Temperatur. Am 1. September gibt es in Reykjavík noch 14 Stunden und 33 Minuten Tageslicht, und die Sonne geht erst um 20:43 Uhr unter. Um den 23. September herum liegt die Tagundnachtgleiche, danach werden die Tage spürbar kürzer. Praktisch bedeutet das: Du kannst im September noch sehr viel am Tag unternehmen, aber die Abende werden schneller dunkel, als viele erwarten.

Ich halte das für eine der unterschätzten Stärken des Monats. Du bekommst noch genug Licht für Ausflüge, hast aber gleichzeitig schon die längeren dunklen Phasen, die man für ruhigere Abende, flexible Touren und die ersten Nordlichtversuche braucht. Die Nordlichter selbst sind natürlich nie garantiert. Klare Nacht, wenig Lichtverschmutzung und eine stabile Wetterlage sind wichtiger als jedes Kalenderdatum. Deshalb steigt die Chance meist erst gegen Monatsende wirklich sinnvoll, wenn die Nächte länger werden und die Himmelssituation mitspielt.

Wer die Reise gut timen will, sollte also nicht nur fragen, ob Nordlichter im September möglich sind, sondern ob er die Planung so offen hält, dass eine klare Nacht auch wirklich genutzt werden kann. Das führt direkt zur Frage, welche Regionen im September am meisten Sinn ergeben.

Herbstliches Wetter auf Island im September: bunte Bäume spiegeln sich im ruhigen Wasser, Häuser und Kirche am Ufer.

Welche Regionen im September am besten funktionieren

Wenn ich Island im September plane, denke ich zuerst in Regionen, nicht in pauschalen Wetterprognosen. Der Südwesten mit Reykjavík, der Golden Circle und große Teile der Südküste sind meistens die vernünftigste Basis, weil die Hauptstraßen gut nutzbar sind und du im Fall von Regen oder Wind schnell umplanen kannst. Für eine erste Islandreise ist das oft die stressärmste Wahl.

Der Norden kann im September etwas trockener und ruhiger sein, wirkt aber oft kühler und herbstlicher. Das ist für Reisende interessant, die weniger Verkehr und mehr Luft wollen, aber nicht unbedingt für jemanden, der jeden Tag kurzfristig lange Strecken fahren möchte. In den Westfjorden und in abgelegeneren Gebieten steigt die Wetterabhängigkeit deutlich. Dort können Wind, Nässe und schlechte Sicht die Stimmung schnell kippen, selbst wenn die Distanz auf der Karte harmlos aussieht.

Die Highlands sind der Punkt, an dem viele ihre Septemberplanung zu optimistisch angehen. Anfang des Monats sind manche Hochlandrouten noch offen, aber eine Garantie gibt es nicht. Ich plane dort nie mit einer starren Erwartung, sondern prüfe am Reisetag die Lage noch einmal neu. Wer das nicht tut, riskiert Umwege oder gesperrte Abschnitte. Genau deshalb ist September für flexible Reisende besser als für starre Wunschlisten.

Was in den Koffer gehört

Die richtige Kleidung entscheidet in Island oft mehr über die Reisequalität als der Ort der Unterkunft. Es geht im September nicht darum, sich maximal dick einzupacken, sondern sich sauber in Schichten zu organisieren. Das Ziel ist, auf Sonne, Wind, Regen und kühle Abende jeweils in wenigen Handgriffen reagieren zu können.

  • Wasserdichte Außenjacke mit Kapuze
  • Regenfeste Hose oder zumindest eine leicht verstaubare Überhose
  • Warme Mittelschicht wie Fleece oder Wollpullover
  • Funktionsshirt oder Basisschicht statt Baumwolle
  • Feste, möglichst wasserdichte Wanderschuhe
  • Leichte Handschuhe, Mütze und ein Schal oder Buff
  • Zusätzliche Socken, weil nasse Füße die ganze Stimmung ruinieren können
  • Badebekleidung für Hot Springs und Pools

Was ich eher vermeide: ein einzelner, schwerer Wintermantel ohne flexible Schichten, Sneaker als Hauptschuh und eine reine Baumwollausstattung. Das mag in der Stadt kurz funktionieren, wird draußen aber schnell unbequem. Island belohnt nicht die dickste Jacke, sondern die beste Kombinationsfähigkeit. Wer das ernst nimmt, hat auch bei wechselhaftem Wetter deutlich weniger Reibungsverlust. Und genau damit wird die Frage interessant, was man im September eigentlich am besten unternimmt.

Welche Reisepläne im September am meisten Sinn ergeben

September ist stark genug für klassische Islanderlebnisse und flexibel genug, um bei schlechtem Wetter umzuschalten. Besonders gut funktionieren Roadtrips entlang der Ring Road, Tagesausflüge zur Südküste, heiße Quellen, Stadtaufenthalte in Reykjavík und Touren, die nicht von einer einzigen Wetterlage abhängen. Das ist der große Vorteil des Monats: Er bietet Auswahl, solange man nicht zu starr plant.

  • Ring Road und Südroute sind oft die sicherste Wahl, weil du gut auf Wetterwechsel reagieren kannst.
  • Whale Watching bleibt im September attraktiv, vor allem wenn du die Tour an ruhige Tage legst.
  • Wandern klappt auf markierten Wegen gut, solange du Wind und Sicht nicht unterschätzt.
  • Hot Springs und Pools sind bei Regen nicht Plan B, sondern oft die beste Entscheidung des Tages.
  • Fototouren profitieren von dramatischem Himmel, aber nur mit Reservezeit und trockener Ausrüstung.

Ich würde im September besonders auf die Mischung aus Wetter, Strecke und Tageslicht achten. Eine kurze, flexible Route ist oft sinnvoller als ein überladener Plan mit zu vielen Kilometern. Wenn du die Reise so aufbaust, dass du bei schlechterem Wetter wechseln kannst, wird der Monat sehr angenehm. Das gilt umso mehr, wenn du nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch Atmosphäre suchst.

Warum der September für viele die klügste Reisezeit ist

Für mich ist September auf Island vor allem ein Kompromiss, der oft besser funktioniert als die vermeintlich idealen Monate. Du bekommst noch genug Licht, die Landschaft ist häufig satt und klar, und die Reise ist weniger überlaufen als im Hochsommer. Gleichzeitig musst du akzeptieren, dass das Wetter unberechenbarer wird und dass echte Spätsommerwärme nur noch an guten Tagen auftaucht.

Wer maximale Stabilität will, fährt eher im Sommer. Wer vor allem Nordlichter und Winterstimmung sucht, wartet länger. Der September liegt dazwischen und ist genau deshalb so interessant: Er verlangt etwas mehr Aufmerksamkeit, belohnt aber mit echter Vielfalt. Wenn du flexibel bleibst, täglich kurz prüfst, wie Wind, Regen und Straßenlage aussehen, und nicht auf perfektes Wetter spekulierst, ist das oft die beste Zeit für eine Reise nach Island. Genau diese Mischung macht den Monat für viele Reisende so stark.

Häufig gestellte Fragen

In Reykjavík liegt die Durchschnittstemperatur bei rund 8,5 °C, tagsüber werden meist 11 bis 12 °C erreicht, nachts etwa 6,2 °C. Dazu kommen ungefähr 87 mm Regen an rund 15 Tagen. Wind kann die gefühlte Temperatur deutlich senken, deshalb sollte die Kleidung auch auf kältere Bedingungen ausgelegt sein.

Am 1. September hat Reykjavík noch 14 Stunden und 33 Minuten Tageslicht, der Sonnenuntergang ist erst um 20:43 Uhr. Um die Tagundnachtgleiche am 23. September werden die Tage spürbar kürzer. Nordlichter sind besonders gegen Monatsende möglich, wenn die Nächte länger werden und klarer Himmel, wenig Lichtverschmutzung sowie eine stabile Wetterlage zusammenkommen.

Der Südwesten mit Reykjavík, dem Golden Circle und großen Teilen der Südküste ist für viele Reisende die unkomplizierteste Wahl. Der Norden ist oft etwas trockener und ruhiger, während Westfjorde und abgelegene Gebiete mehr Wetterpuffer erfordern. Bei den Highlands können Routen bereits Anfang September offen sein, eine erneute Prüfung am Reisetag ist jedoch unverzichtbar.

Unverzichtbar sind eine wasserdichte Jacke mit Kapuze, eine regenfeste Hose, eine warme Mittelschicht, ein Funktionsshirt und feste, möglichst wasserdichte Wanderschuhe. Zusätzlich empfehlen sich leichte Handschuhe, Mütze, Schal oder Buff sowie Ersatzsocken. Badebekleidung ist für Hot Springs und Pools sinnvoll.

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Mein Name ist Boris Seifert und seit 14 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Reiseziele, Tipps und Lifestyle. Diese Leidenschaft hat mich dazu gebracht, die Welt auf eine Weise zu erkunden und zu verstehen, die ich gerne mit euch teile. Auf marx-city.de versuche ich, meine Erfahrungen so aufzubereiten, dass sie für euch nützlich und leicht verständlich sind. Dabei lege ich Wert darauf, nicht nur die schönsten Orte vorzustellen, sondern auch praktische Ratschläge zu geben, die eure Reisen bereichern. Ich recherchiere gründlich, vergleiche Informationen und versuche, auch komplexe Themen so zu erklären, dass sie für jeden nachvollziehbar werden. Mein Ziel ist es, euch mit fundierten und aktuellen Inhalten zu versorgen, die euch inspirieren und bei euren eigenen Entdeckungen helfen.

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